Neue Wege gehen

INTERVIEW MIT JAN KLEE, PRODUKTMANAGEMENT
STAND 2018

Vom Gira-Azubi zum Produktmanager für eNet SMART HOME: Mit viel Fleiß und einem sportlichen Ausgleich hat Jan sich persönlich und beruflich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute begleitet er den gesamten Prozess der Entstehung eines neuen Produktes - von der ersten Idee über die Markteinführung bis hin zum Auslauf des Produktes. Vor welchen Herausforderungen er dabei stand und welche neuen Wege er zusammen mit Gira einschlagen will, erzählt er uns im Interview.

Themen Dieses Artikels


Studium und Gira


Prozesse im Produktmanagement


Neue Produkte

Herr Klee, wieso haben Sie sich für ein duales Studium zum Wirtschaftsingenieur entschieden?

Ich habe meine Ausbildung zum Industriekaufmann nach knapp zweieinhalb Jahren bei Gira abgeschlossen. Anschließend bin ich in eine andere Abteilung gewechselt, in welcher ich dreieinhalb Jahre gearbeitet und auch berufsbegleitend studiert habe. Während meiner Ausbildung habe ich schon gemerkt, dass ich Gefallen an der Technik finde und verstehen möchte, wie die Produkte von Gira funktionieren und was grundsätzlich dahintersteckt. So kam ich zum Studiengang des Wirtschaftsingenieurwesens, um mir diese Fragen beantworten zu können. Nach Abschluss meines Studiums bin ich ins Produktmanagement gewechselt.

Hat sich die Doppelbelastung gelohnt?

Für mich hat es sich gelohnt, neben der Arbeit zu studieren. Auf der einen Seite lernt man die Praxis im Unternehmen kennen und kann sich dadurch weiterentwickeln. Auf der anderen Seite verbessert man durch das Studium sowohl Hard- als auch Soft-Skills, welche direkt im Arbeitsalltag angewendet werden können.
Natürlich ist es eine Herausforderung, mit dieser Doppelbelastung Beruf und Studium umzugehen. Doch durch diese Erfahrung kann ich heute wahrscheinlich besser mit intensiveren Phasen im beruflichen Alltag umgehen - ohne dabei das Privatleben und die Freizeit zu vernachlässigen.

Sie sind begeisterter Snowboardfahrer. In wie weit ist das eine Ausgleichsmöglichkeit für Sie?

Mir ist es wichtig, dass ich einen Ausgleich habe, bei dem ich den Kopf auch mal ausschalten kann. Das kann ich sehr gut beim Snowboardfahren. Zwei Aspekte sind dabei für mich ausschlaggebend: die Bergluft und die Landschaften.
Gerade auch während der Studienzeit war das Snowboardfahren für mich der perfekte Sport neben anderen sportlichen Aktivitäten. Auch wenn ich nicht viel Zeit hatte. Ich habe nämlich tagsüber bis nachmittags gearbeitet und bin anschließend nach Köln gefahren, um drei- bis fünfmal die Woche an den Vorlesungen teilzunehmen. Das schlaucht natürlich.



„Man hat hier die Chance mitzugestalten, in einem Markt der noch nicht alt eingesessen ist.“


Sie arbeiten als Produktmanager, wie genau muss man sich das vorstellen?

Der Produktmanager ist dafür verantwortlich, die Entstehung eines Produktes von der ersten Idee, über die Markteinführung bis hin zum Auslauf des Produkts zu begleiten.
Es geht auch darum zu schauen, wie sich unsere Wettbewerber aufstellen und wie sich der Markt grundsätzlich entwickelt. Gibt es zum Beispiel technologische Trends, die wir identifizieren und die dann in unsere Produkte einfließen können?
Alles fängt damit an, dass eine Idee im Kopf ist, die beschrieben, ausgestaltet und natürlich mit unseren Marktpartnern und Endkunden abgeglichen und justiert wird. Auf dieser Basis entsteht dann ein ,,Marktlastenheft“, in dem Marktanforderungen in Form von User-Stories sowie abgeleiteten Use-Cases beschrieben und spezifiziert werden.
Dieses Heft wird an die Entwicklung übergeben. Hier beginnt die Ausgestaltung und Entwicklung des Produktes. Je nachdem um welches Produkt es geht, ist dieser Prozess intensiv und vielseitig. Dazu zählt nicht nur die Produktentwicklung, sondern auch eine gut vorbereitete Markteinführung und die Schulungen der Service- und Vertriebskollegen.
So ist man eigentlich immer im engen Austausch mit unterschiedlichen Fachabteilungen. Deshalb ist es wichtig, dass ausreichend und verständlich kommuniziert wird. Es können immer Herausforderungen in Projekten entstehen, die nur gemeinsam gelöst werden können.

Wie ist das Gefühl, wenn ein Produkt fertiggestellt ist und der Öffentlichkeit präsentiert werden kann?

Es macht mich auf jeden Fall stolz, wenn ich ein Produkt, in das sehr viel Zeit eingeflossen ist, im Handel oder selbst beim Endanwender im Einsatz sehe. Bei Softwareprodukten ist es so, dass nach der Markteinführung meistens neue, wertvolle Ideen aufkommen, die dazu führen, dass weitere Features in das Softwareprodukte implementiert oder zum Beispiel Services ergänzt werden. Es ist einfach immer toll, wenn sich Endkunden für Gira entscheiden. Man hat dann vor allem das Gefühl, dass man wichtige und wertvolle Arbeit geleistet hat.

Wie steht man bei Gira zu neuen und vielleicht noch nicht ausgereiften Ideen?

Trotz unserer langjährigen Erfahrung auf unserem Markt und der vielen hochwertigen Produkte, die wir bis heute entwickelt und eingeführt haben, sind wir offen, Neues zu tun. Mit den Jahren hat sich eine Kompetenz entwickelt, die dabei hilft, Ideen angemessen zu bewerten. Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass man nicht alles bejaht aber auch nicht von Anfang an ablehnt. Wir beschäftigen uns intensiv mit neuen Möglichkeiten. Dabei verlieren wir unsere Kunden und Endanwender nicht aus dem Blick.
Besonders wichtig ist natürlich die Motivation, eine gute Idee voranzutreiben. Denn es gibt immer Gegenstimmen, die kritisch sind – wenn man aber selbst von etwas überzeugt ist, sollte man hartnäckig sein.


„Pioniergeist ist für Gira sehr wichtig - auch bei neuen Produkten, weil wir gerne einen Schritt voraus sind.“


Würden Sie Gira als ein mutiges Unternehmen beschreiben?

Ja - Gira ist ein mutiges Unternehmen. Für gute Qualität wählen wir auch mal den unbequemen Weg. Dabei probieren wir viele Dinge aus und versuchen erste Ideen dann auch bis zur Reife zu tragen. Pioniergeist zu haben oder Vorreiter zu sein, ist dabei von großer Bedeutung. Wir wollen nicht gleichartige Produkte neu erschaffen, sondern etwas Neues, marktrelevantes tun - was es heute in dieser Form nicht gibt – das ist Innovation und zeichnet Gira und uns als Mitarbeiter aus.

Sie arbeiten ja nun schon etwas länger für Gira - was war der ausschlaggebende Punkt für Sie, auch nach dem Studium bei Gira zu bleiben?

Ich bin hiergeblieben, weil ich davon überzeugt bin, dass Gira ein sehr gutes Unternehmen ist und viel zu bieten hat. Gira hat für Radevormwald eine wichtige Bedeutung und da ich aus der Gegend komme, für mich natürlich auch. Dennoch waren mir zusätzliche Eindrücke wichtig. Deswegen bin ich nach Köln gezogen, um mich persönlich weiterzuentwickeln.
Generell ist es so, dass Gira in einem Bereich tätig ist, der aus meiner Sicht sehr interessant ist. Als Produktmanager für Smart Home erlebe ich tagtäglich spannende, neue Entwicklungen und Veränderungen. Bei Gira habe ich die Chance Veränderungen mitzugestalten - an einem Markt der nicht alt oder eingesessen ist, sondern sich im Wandel befindet. Das war einer der ausschlaggebenden Gründe warum ich mich für Gira entschieden habe.

Was ist von Gira noch zu erwarten - und worauf freuen Sie sich dabei persönlich?

Aktuell arbeiten wir an neuen, sehr interessanten Projekten. Einige davon werden bald vorgestellt, andere benötigen noch etwas Zeit. Ich freue mich dabei immer besonders auf den Moment, wenn wir unsere Neuheiten präsentieren dürfen – vor allem bin ich dabei auf die Reaktionen unserer Kunden gespannt.

Andererseits ist es sehr interessant zu sehen, in welche Richtung sich der Markt bzw. andere etablierte Wettbewerber entwickeln. Welche neu gegründeten Unternehmen kommen hinzu? Wo stehen wir im Vergleich zu diesen? Sind wir auf dem richtigen Weg? Haben wir die richtigen Projekte in der Pipeline? Diese Fragen hat man dabei immer im Hinterkopf.

Steckbrief Jan Klee


Geboren
1990

Bei Gira seit
2009

Studium
Wirtschaftsingenieurwesen an der Rheinischen Fachhochschule Köln

Werdegang
Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann bei Gira begann er das Studium an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Parallel zum Studium arbeitete er in der Abteilung Anwendungen und Kooperation. Unmittelbar nach Abschluss des Studiums wechselte er ins Gira Produktmanagement.

Werdegang bei Gira
Seit 2016 ist Jan Klee Produktmanager für eNet SMART HOME.

[Stand 2018]


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